Nach dem schweren Dachstuhlbrand in der Silvesternacht am Erfurter Domplatz, bei dem die Feuerwehr stundenlang im Einsatz war, erneuern Bündnis 90/Die Grünen Erfurt ihre Forderung nach einem Verbot von Privatfeuerwerk in der Altstadt. Der Vorfall unterstreiche die Dringlichkeit eines Paradigmenwechsels hin zu sicheren kommunalen Alternativen, so die Partei.
„Die Bilder aus Erfurt zeigen: Halbe Verbote und Sperrzonen ohne wirksame Kontrollen sind kein Schutz“, erklärt Holger Liersch, Kreissprecher von Bündnis 90/Die Grünen Erfurt. „Wir brauchen endlich ein Böllerverbot in der Altstadt, das auch konsequent durchgesetzt wird – für die Sicherheit aller und zum Schutz unserer Stadt.“ Der Brand, der in der Nacht zum 1. Januar 2026 ausbrach, sei ein weiteres Beispiel für die unberechenbaren Risiken von Privatfeuerwerk, das jährlich zu Verletzungen, Bränden und erheblichen Umweltbelastungen führe.
Laura Wahl, Fraktionschefin im Erfurter Stadtrat, ergänzt: „Wir Grünen schlagen ein zweistufiges Konzept vor: Ein bundesweites Verbot von Privatfeuerwerk, kombiniert mit strikten Kontrollen und hohen Strafen bei Verstößen. Dazu ergänzend den Ausbau zentraler Neujahrsfeiern mit professionellen Licht- und Lasershows – finanziert durch Einsparungen bei Folgekosten von Bränden und Verletzungen. Eine solche Licht- und Lasershow auf dem Domplatz sah auch unser Antrag ‚Silvester für alle schön‘ vor, der 2025 im Erfurter Stadtrat diskutiert worden ist, bei der Abstimmung aber leider keine Mehrheit erhalten hatte.“
„Feuerwerk muss kein individuelles Sprengstoff-Experiment sein“, betont Liersch. „In vielen Städten zeigen öffentliche Events, wie ein sicherer und gemeinschaftlicher Jahreswechsel aussehen kann – ohne Verletzte, ohne Brände und mit weniger Umweltbelastung. Erfurt könnte hier mit gutem Beispiel vorangehen.“
Die Partei dankt der Feuerwehr, Polizei und den Rettungskräften für ihren unermüdlichen Einsatz in der Silvesternacht und fordert den Stadtrat sowie Landes- und Bundespolitik auf, konsequente Regelungen noch in dieser Legislaturperiode umzusetzen.




















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