Schulgemeinschaft

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Thomas-Mann-Schule: Stadt Erfurt kann REFUGIO-Schulprojekt erhalten

Robeck: Psychosoziale Versorgung geflüchteter Schüler*innen sicherstellen

Mit dem Beschluss der notwendigen Summe zur Zwischenfinanzierung in Höhe von 150.000 Euro und einem Prüfauftrag an das zuständige Sozialdezernat hat der Stadtrat die Weichen dafür gestellt, dass das von Projekteinstellung bedrohte REFUGIO-Schulprojekt weitergeführt werden kann. Ab Mitte des Jahres könnten zusätzliche Landesmittel greifen. Mit zwei Mitarbeiter*innen des REFUGIO e.V. werden an der Thomas Mann Regelschule in Erfurt, an der etwa 60% der Schüler*innen eine Migrationsgeschichte haben, Beratungen, Betreuung und Angebote für psychisch belastete und traumatisierte Schüler*innen umgesetzt. Durch den Wegfall von Fördermitteln seitens des BAMF war die Finanzierung des Projektes in Gefahr geraten. Der Bildungsausschuss der Stadt Erfurt hatte sich ebenfalls für den Projekterhalt ausgesprochen.

Dazu erklärt Jasper Robeck, Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN für Migration:

„Der Verlust des REFUGIO-Schulprojektes an der Thomas Mann Schule wäre ein herber Schlag für die Schulgemeinschaft. Der Rückhalt der Schulgemeinschaft und die zahlreichen betroffenen Reaktionen zeigen, wie wichtig dieses Projekt nicht nur für die Schule, sondern auch die migrantischen Communities in unserer Stadt wäre. Mit der Entscheidung des Stadtrates zum Haushalt ist der erste Schritt gegangen, um dieses Projekt zu erhalten und über die Stadt eine Zwischenfinanzierung zu ermöglichen. Diese ist notwendig, damit die in Aussicht gestellten Landesmittel für den REFUGIO e.V. greifen oder das Projekt zwischen Stadt und Land als Projektträger sowie dem Verein nach einer Übergangsphase weiterentwickelt wird. Derzeit liegt der Ball bei der Stadtverwaltung, zeitnah eine Vereinbarung – ggf. auch über einen vorzeitigen Maßnahmebeginn – mit Refugio zu schließen, die die Projektfortführung sichert und eine möglichst lückenlose Beratung und Betreuung sicherstellt. Anderenfalls würden die betroffenen Schüler*innen auf die ohnehin schon überlasteten und ihre speziellen Bedarfe nicht vorbereiteten Regelstrukturen treffen und die bisherigen, erfolgreichen Schulkarrieren gefährdet.“

V.i.S.d.P.:  Astrid Rothe-Beinlich (0361 655 2030)

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