Astrid Rothe-Beinlich wirbt für breite Teststrategie und verantwortungsvolles Handeln
Gestern wurde über die Medien bekannt, dass Erfurts Oberbürgermeister, Andreas Bausewein vorschlägt, experimentierweise zwei Tage die Geschäfte in der Erfurter Innenstadt zu öffnen und allen, die mit Schnelltests negativ getestet wurden, Zugang zu gewähren. Die Tests würde die Stadt stellen. Für dieses Experiment erbittet Bausewein die Zustimmung des Landes. Dazu erklärt Astrid Rothe-Beinlich, Fraktionsvorsitzende der Erfurter Stadtfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:
„Der Oberbürgermeister spielt mit dem Feuer. Nicht genug, dass er den Stadtrat über diese plötzliche Öffnungsidee wieder einmal nicht informiert oder gar in die Entscheidungsfindung einbezogen hat, er vollzieht damit einmal mehr eine Kehrtwendung im Umgang mit der Coronapandemie.
Fakt ist, dass Thüringen noch immer trauriger Spitzenreiter ist, was die Infektionszahlen anbelangt. Sicher wünschen wir uns alle ein Stück weit mehr Normalität. Die Mutationen und die Zahlen sprechen aber eine andere Sprache. Abstand und Kontaktvermeidung sind weiter oberstes Gebot.
Wir haben für die Stadtratssitzungen immer wieder Schnelltests für die Stadträt*innen eingefordert, bislang ohne Erfolg. Und wir brauchen definitiv eine breit angelegte und für alle zugängliche Teststrategie.
Jetzt jedoch so zu tun, als ob Schnelltests allein alles regeln, ist mindestens naiv. Zudem müsste dafür geklärt sein, wer wo und wie die Tests genau durchführt. Wir jedenfalls hörten bisher von der Stadtverwaltung immer wieder, dass es bisher nicht einmal möglich sei, alle in Schulen und Kindergärten zweimal wöchentlich zu testen. Hinzu kommt, dass der OB genau weiß, was ein solcher alleiniger Vorstoß zur Folge hat. Um offenbar schon jetzt danach die Hände in Unschuld waschen zu können, will er daher für seinen Vorschlag die Zustimmung des Landes. Die wird es vermutlich aber zu Recht nicht geben. Bausewein wird sich dann aber einmal mehr hinstellen und mit dem Finger auf andere weisen. Das ist alles andere als verantwortliches Handeln. Wir jedenfalls lehnen einen solchen Vorschlag vehement ab.
Vielmehr werben wir dafür, den Geschäften in der Innenstadt auch kreatives Vorgehen, wie den Verkauf auch vor den Läden zu ermöglichen, da an der frischen Luft bekanntlich das Infektionsrisiko viel niedriger ist“, so Astrid Rothe-Beinlich abschließend.
V.i.S.d.P.: Martin Kosny (0361 655 2030)






















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