In der Thüringer Allgemeinen erschien in der Ausgabe vom Dienstag der Artikel „Erfurt hat sieben neue Straßennamen„. Demnach sind in Erfurt im letzten Jahr sieben neue Straßennamen vergeben bzw. umbenannt worden. Die Straßen wurden nach 2 Frauen, nach 4 Männern und der ehemaligen Erfurter Schuhfabrik Lingel benannt.

Dazu äußert sich Laura Wahl von der bündnisgrünen Fraktion im Erfurter Stadtrat: „Die Benennung von Straßen ist eine Ehrung, sie ist aber ebenso eine Repräsentation und Sichtbarmachung von Persönlichkeiten. Dabei sollte es selbstverständlich sein, dass auf ein ausgewogenes Verhältnis von Männern und Frauen geachtet wird. Ein Blick auf die Fakten zeigt nämlich: Aktuell sind lediglich 2% der Straßen in Erfurt nach Frauen benannt während etwa 21 % auf männliche Straßennamen entfallen. Dies ist vorwiegend den Entscheidungen in der Vergangenheit geschuldet. Dass diese ungleiche und ungerechte Repräsentation nun aber 2021 und 2022 fortgesetzt wird, ist nicht akzeptabel. Bezeichnend ist auch, dass die neuen Männernamen als Persönlichkeiten vollständig genannt werden. Bei Zäunemannweg und Dacherrödenweg werden dagegen leider die wenigsten gleich an bedeutende Erfurter Frauenvorbilder denken.“
„Die neuen Benennungen zeigen leider, wie notwendig ein Beschluss unseres bündnisgrünen Antrags „Vorfahrt für Frauennamen“ gewesen wäre. Dieser sah vor, künftig vor allem Benennungen von Straßennamen mit Frauen, queeren Persönlichkeiten sowie neutrale Namen vorzuschlagen, hat jedoch leider keine Mehrheit gefunden.“
V.i.S.d.P.: Tely Büchner (0361 655 2030)



















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