Glutnest, Brand

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GRÜNE fordern Aufklärung und Konsequenzen aus Geschehen in der Silvesternacht

Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat für den Ordnungsausschuss am 19.01.2026 zahlreiche Anfragen und einen Antrag eingereicht, um mehr Daten und Erkenntnisse zur Situation in der Erfurter Silvesternacht zu erhalten.

Dazu erklärt Laura Wahl, Fraktionsvorsitzende:

„Für das schnelle Katastrophenmanagement und die tatkräftige Hilfe für die betroffenen Bewohner*innen danken wir stellvertretend Oberbürgermeister Horn und Ordnungsdezernentin Langguth ausdrücklich. Unabhängig davon müssen sich aber beide fragen lassen, warum es überhaupt wieder einmal so weit kommen konnte. Bereits in den letzten Jahren zeigten sich die schädlichen Auswirkungen des unsachgemäßen, teils illegalen Gebrauchs von Pyrotechnik in Erfurt. Dazu hatten wir im letzten Jahr eine Reihe von Anfragen gestellt, welche z.B. aufzeigten, dass die Zahl der Brände in den vergangenen Jahren zwischen 6 am Jahreswechsel 2021/22 (Böllerverkaufsverbot!) und 73 Bränden an Silvester 2022/2023 geschwankt hat. Um einen Überblick über das Geschehen in der diesjährigen Silvesternacht zu erhalten, haben wir erneut sechs Anfragen zu den Aspekten Unfälle, Luftverschmutzung, Abfälle usw. eingereicht, ein Schwerpunkt liegt aber zusätzlich bei der Aufklärung des verheerenden Brandes am Domplatz.“

Den verheerenden Brand im Herzen Erfurts, bei dem 24 Menschen ihre Wohnung verloren haben und noch immer unklar ist, wie es mit der Statik des historischen Gebäudeensembles aussieht, gilt es, lückenlos aufzuklären. Außerdem müssen aus den Geschehnissen Konsequenzen folgen.

„Unser Ziel ist zunächst die umfassende Aufklärung. Allerdings kann und darf es so in Erfurt nicht weitergehen. Die bisherige Verbotszone für Böller in der Altstadt hat sich als zahnloser Tiger erwiesen. Noch fataler ist und bleibt das Signal an die betroffenen Menschen.  Dass das Verbot bisher nicht wirklich kontrolliert oder gar umgesetzt wurde, kommt einem Armutszeugnis gleich. Deshalb haben wir auch einen Antrag eingereicht, der den Oberbürgermeister auffordert, ein Konzept vorzulegen, wie das Verbot zukünftig kommuniziert und umgesetzt wird. Unser erklärter Wunsch bleibt, das Böllern in der Stadt grundsätzlich zu untersagen und dafür ein professionelles und sicheres Feuerwerk anzubieten, das allen, die wollen, eine Teilnahme ermöglicht“, betont Jasper Robeck, der die grüne Fraktion im zuständigen Ausschuss vertritt.

V.i.S.d.P.:  Astrid Rothe-Beinlich (0361 655 2030)

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