Wahl: „Gründe für gläserne Decke gilt es ausführlich zu analysieren.“
Zu dem Artikel der Thüringer Allgemeinen, laut dem nach Personalwechseln nun fast alle öffentlichen oberen Führungspositionen in Erfurt in männlicher Hand sind, erklärt Laura Wahl, Vorsitzende der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:
„Die Zahlen zeigen deutlich wie dringend Erfurt eine starke Gleichstellungsbeauftragte braucht. Darüber hinaus ist die Herstellung von Geschlechtergerechtigkeit bei Führungspositionen eine Verantwortung der gesamten Verwaltung, insbesondere der Stadtspitze. Als Bündnisgrüne regen wir die Einführung eines breit angelegten Female-Leadership-Programms an, das sich speziell an Frauen richtet.
Zentral für mehr Frauen in Führungspositionen ist außerdem der Ausbau der Möglichkeit von Führen in Teilzeit. So zeigen z.B. Zahlen des BMFSFJ, dass nur 11 Prozent der Führungskräfte in den obersten Bundesbehörden in Teilzeit führen, 75 Prozent davon sind jedoch Frauen. Hier kann auch die Stadtverwaltung Erfurt in puncto Familienfreundlichkeit und moderne Arbeitswelt neue Wege gehen.“
„Zentral für eine langfristig erfolgreiche Frauenförderung in den öffentlichen Betrieben und der Erfurter Verwaltung ist eine ausgeglichene Geschlechterverteilung auf allen Führungsebenen. Hierzu braucht es dringend eine aktuelle, transparente Datenbasis. So zeigt eine Anfrage meiner Kollegin Astrid Rothe-Beinlich von 2015, dass damals 47 Prozent aller Führungspositionen in der Stadtverwaltung von Frauen besetzt worden seien, auf den unteren Führungsebenen sogar zu 56 Prozent. Angesichts dieser Zahlen stellt sich massiv die Frage, warum diese Frauen in den letzten 10 Jahren nicht nach oben gerückt sind bzw. rücken konnten. Die Gründe für diese offensichtlich bestehende gläserne Decke in der Verwaltung gilt es dringend zu analysieren.“
V.i.S.d.P.: Martin Kosny (0361 655 2030)



















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