Jasper Robeck: Suchtprävention ist eine Aufgabe aller Ebenen – Stadt und Land stehen bereit
Die Hiobsbotschaft, dass der Bund die zugesagten 20 Mio. Euro für das Haus der Versuchungen nun doch nicht bereitstellen will, trifft Erfurt hart. Nach dem Dati-Aus in der ICE-City trifft es nun schon das zweite Mal die Thüringer Landeshauptstadt.
„Das können und werden auch wir nicht hinnehmen“, erklärt Jasper Robeck, Fraktionsvorsitzender der bündnisgrünen Stadtfraktion.
„Wir sind sehr froh über den Kampfeswillen der Stiftungsvorsitzenden Bader und Rockweiler, die in den vergangenen Jahren unglaublich viel Kraft und Zeit in dieses europaweit einmalige Vorzeigeprojekt gesteckt und unzählige Kooperationspartner dafür gewonnen haben. Wir stehen auch jetzt an ihrer Seite und fordern den Bund auf, die zugesagten Mittel doch noch im Bundeshaushalt einzustellen. Alles andere käme einer Bankrotterklärung in der Präventionspolitik und in Sachen Verlässlichkeit gleich. Schließlich hat sich die Stiftung genau dem verschrieben, was die Gesundheitspolitik im Bund fordert: Prävention vielseitig und effektiv für möglichst viele Menschen erreichbar und verständlich zu machen“, fährt Robeck fort.
„Es kann doch schließlich nicht sein, dass die CDU-Gesundheitsministerin einerseits den steigenden Konsum von Drogen verteufelt und andererseits genau das Projekt ausbremst, welches schon jetzt mit großartigen Ausstellungen weit über Erfurt hinaus für Interesse und Zuspruch gesorgt und den Präventionsgedanken mit tragfähigen Konzepten im Blick hat“, ist Robeck überzeugt.
Die grüne Fraktion fürchtet zudem auch einen massiven Imageverlust. Schließlich wurde lange auch damit geworben, mit dem Haus der Versuchungen viele zusätzliche Besucher*innen nach Erfurt zu holen und zugleich architektonisch ein Vorzeigeobjekt am Huttenplatz zu schaffen und damit städtebaulich eine wichtige Lücke zu schließen.
„Wir fordern die Bundesregierung auf, hier noch einmal umzudenken und die nötigen Mittel doch noch bereitzustellen und hoffen hier auch auf die Unterstützung der Erfurter Bundestagsabgeordneten. Es braucht jetzt schnell Klarheit und Verlässlichkeit, zumal sich ja auch Land und Stadt zur Unterstützung verpflichtet hatten und sämtliche Genehmigungen zum Bau bereits eingeholt sind. Der Bund darf die Thüringische Landeshauptstadt hier nicht im sinnbildlichen Regen stehen lassen“, schließt der grüne Fraktionsvorsitzende, der die Fraktion auch im zuständigen Ausschuss vertritt.
V.i.S.d.P.: Astrid Rothe-Beinlich (0361 655 2030)





















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