Wahl: Neben personeller Konsequenzen braucht es Kulturwandel im Erfurter Theater
Die Stadtratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN nimmt Stellung zum Zwischenbericht und den Vorfällen von Machtmissbrauch am Erfurter Theater.
Sebastian Hilgenfeld, Mitglied im Werkausschuss Theater erklärt:
„Der Bericht der Anwaltskanzlei weist auf ein erschreckendes Ausmaß an Vorfällen von sexueller Belästigung und Missbrauchsvorwürfen am Theater hin. Wir sind allen Betroffenen und Zeug*innen dankbar, die mit ihrem Mut dazu beigetragen haben, diesen untragbaren Zustand offenzulegen. Dass die Stadtspitze personelle Konsequenzen am Theater zieht, ist unausweichlich.
Es gilt, die Abhängigkeits- und Machtstrukturen im Theater grundsätzlich aufzuarbeiten. Auch stellt sich die Frage, warum und wie ein solches Ausmaß derart lange unter einem Mantel des Schweigens und Wegschauens bestehen konnte. Die Vorfälle machen auch deutlich, dass sich die Kultur am Theater nachhaltig ändern und zum Schutz von Mitarbeitenden der Stadtverwaltung ein funktionierendes Compliance- und Ombudssystem aufgebaut werden muss.“
Stadträtin Laura Wahl ergänzt:
„Dass die Vielzahl der scheinbar stattgefundenen Vorfälle nun ans Licht kommt, ist allein dem Mut und der Hartnäckigkeit der bisherigen Erfurter Gleichstellungsbeauftragten, Mary-Ellen Witzmann zu verdanken. Ihre Entscheidung, das Vorkommen von Vorfällen öffentlich zu machen, scheint unter dem Licht der aktuellen Erkenntnisse umso richtiger.“
V.i.S.d.P.: Martin Kosny (0361 655 2030)





















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