Das Präsidium der Universität Erfurt hat, wie die Leitungen aller anderen Thüringer Universitäten auch, den Studierendenaustausch mit Russland vorerst auf „Eis gelegt“. Das Präsidium empfiehlt den russischen Studierenden, „nicht zu kommen“.
So steht es auf der Homepage und kann man es in einer Pressemitteilung der Universität nachlesen. Dazu erklärt Astrid Rothe-Beinlich, Fraktionsvorsitzende im ErfurterStadtrat:
„Wir halten diese Entscheidung für das völlig falsche Signal in einer extrem schwierigen Situation. Gerade die Universitäten sollten doch ein Interesse an der Stärkung der russischen Zivilgesellschaft und dem interkulturellen Austausch haben. Es ist sicherlich richtig, deutsche Studierende in dieser unvorhersehbaren Sicherheitslage nicht nach Russland zu schicken. Auch ist es verständlich wissenschaftliche Kooperationen vorerst zu pausieren. Aber es trifft die falsche Gruppe, wenn russische Studierende nun nicht mehr nach Deutschland kommen dürfen. Eine junge, vielfach kritische Generation auszuschließen ist kontraproduktiv. Wer weiß, wie viel Mut es derzeit braucht, in Russland für Frieden und gegen Putin auf die Straße zu gehen, sollte alles darauf setzen, jetzt gerade junge Russ*innen für die Demokratie zu gewinnen und mit ihnen solidarisch zu sein.Universitäten stehen vielfach für kritischen Geist, Weltoffenheit und Kooperation. Ausgrenzung ist hier das völlig falsche Signal. Wir wollen russische Studierende gerade jetzt dazu einladen, den Horizont zu weiten, Demokratie lebendig zu halten, sich kritisch auseinanderzusetzen und Zivilcourage zu leben. Wir appellieren daher eindringlich an die Universität Erfurt, diese Entscheidung noch einmal zu überdenken“, so Astrid Rothe-Beinlich abschließend.
V.i.S.d.P.: Martin Kosny (0361 655 2030)




































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