Diesen Mittwoch mussten wir die dritte Demonstration der AfD erleben. Die Stimmung war auch dieses Mal angespannt, ein harter Kern von landesweit bekannten Rechtsradikalen fühlt sich unter dem Deckmantel der AfD scheinbar sehr wohl, und es wird zunehmend in Wort und Schrift auf rechte Propaganda zurückgegriffen, wie beispielsweise bei der ganz bewussten Verwendung von NS-Rhetorik (Stichwort Volksverräter, Lügenpresse u.v.m.). Die gewalttätigen Übergriffe von organisierten Schlägertrupps in der Stadt nach der Demo zeugen davon, in welche Richtung die AfD abdriftet. Auch wenn Herr Höcke damit offiziell nichts zu tun haben will, so sind es vor allem seine verdrehten Reden und seine einpeitschende Rhetorik, die die Menschen aufstacheln und Geister hervorrufen, die er nicht mehr im Griff zu haben scheint. Vor diesem Hintergrund erklärt Prof. Thumfart, Fraktionsvorsitzender von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN im Stadtrat Erfurt:
„Unser Land ändert sich. Das ist so offensichtlich, alltäglich und zugleich eine Herausforderung. Menschen aus vom Krieg verwüsteten Ländern fliehen zu uns und werden ab jetzt mit uns zusammen leben. Wir verstehen, dass solche Veränderungen Verunsicherung und Sorge bei Bürgerinnen und Bürgern hervorrufen. Es wäre auch verwunderlich, wenn es nicht so wäre. Auf diese Veränderungen, gerade auch vor Ort, ist aber eine Partei, die absichtlich Furcht, Ressentiments, Neid und Nationalismus schürt, ganz bestimmt keine Antwort. Ganz im Gegenteil schließt die AfD die Augen vor der Wirklichkeit. Sie fantasiert einen Nationalstaat, den es nie gegeben hat. Das sollte gerade Herr Höcke als ehemaliger Geschichtslehrer wissen. Stattdessen erzeugt die AfD auf ihren Demonstrationen ganz bewusst und mit aggressiver Rhetorik Konflikte, schafft Streit und schürt Hass, anstatt Schwierigkeiten und Herausforderungen zu lösen. Das ist keine Politik, sondern ganz bewusste Verantwortungslosigkeit. Politik muss gestalten, und nicht den Anschein erwecken, dass es ausreicht, sich dem Wandel der Zeit stur und blind zu verschließen. Es gibt keine einfachen Erklärungen für komplexe Herausforderungen. Es kann erst recht keine auf dem Rücken von Minderheiten geben. Wir rufen die Erfurterinnen und Erfurter auf, diesem Realitätsverlust und dieser Feigheit nicht ihre Stimme zu leihen. Bitte zeigen Sie Gesicht gegen Rassismus und Vorurteile, mittwochs bei den nächsten Aufmärschen der AfD und ihren rechten Kadern und auch im persönlichen Alltag,“ so Herr Prof. Thumfart abschließend.
V.i.S.d.P.: Martin Kosny (0361 655 2030)



















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