In einer ersten Runde wurden in der letzen Woche das Konzept für ein Geschichtsportal und die Entwürfe von vier Gestaltungsbüros mit Stadtratsmitgliedern und der Stadtverwaltung diskutiert. Jetzt scheint sich ein Konflikt anzubahnen, zwischen der bisherigen Nutzung für Ausstellungen von zeitgenössischer Kunst und den Plänen für ein Geschichtsportal.
Dazu äußert sich Prof. Thumfart, Fraktionsvorsitzender von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN im Stadtrat Erfurt: „In unserer ersten Sitzung haben wir uns einen Überblick über die Entwürfe von vier Gestaltungsbüros verschaffen können; welche inhaltlichen Ideen werden verfolgt, welche architektonischen Lösungen werden vorgeschlagen, wie fügt es sich in den historischen Stadtraum. Es war zunächst eine Gremiensitzung mit einem Orientierungsauftrag, hier ist noch kein fertiges Konzept beschlossen worden, sondern die Rahmenbedingen wurden besprochen. Wir sehen auf der einen Seite das große Potential für ein Geschichtsportal, auf der anderen Seite müssen wir die Ausstellungsmöglichkeiten für die zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstler im Blick haben. Um hier zu einer guten Lösung zu kommen, darf es keine Denkverbote geben. Dabei sollten alle Möglichkeiten in Betracht gezogen werden; eine gemeinsame Nutzung durch entsprechende räumliche Erweiterung im Krönbacken, einem anderen geeigneten Ort für die zeitgenössische Kunst oder aber für das Geschichtsportal. Das kann und muss mit allen Beteiligten an einem gemeinsamen Tisch beraten werden. Für mich ist das erst der Beginn des Prozesses, der offen und nicht konfrontativ geführt werden soll.
Gestern erhielten wir einen Brief vom Verband Bildender Künstler, sie wollen „sich aktiv an neuen Konzepten zur Präsentation der Bildenden Kunst in Erfurt beteiligen“. Dieses Anliegen sollten wir mit aufnehmen und in den Prozess integrieren.“
V.i.S.d.P.: Tely Büchner (0361 655 2030)
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Foto: Tely Büchner | © gruene-erfurt.de
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