Keine BUGA ohne nachhaltige Stadtentwicklung – mit dieser Position geht die Grüne Stadtratsfraktion in die Offensive bezüglich einer erneuten Bewerbung für eine Bundesgartenschau im Jahr 2026.
In einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Fraktion Mehrwertstadt und der CDU-Fraktion machte David Maicher als Mitglied im Bugaausschuss noch einmal deutlich, warum die vom Oberbürgermeister Andreas Bausewein sowie der SPD, den LINKEN und der bunten Fraktion unterstützte Bewerbung genau nicht zu einem Nachhaltigkeitseffekt beitragen kann. Eine nachhaltige Stadtentwicklung braucht langfristige und finanziell untersetzte Konzepte, die innerhalb von 2 Jahren niemals realisiert werden können. Eine „Durchführungsbuga“ hätte keine Effekte auf die Stadtentwicklung und würde insbesondere massiv Personal binden. Bei über 800 freien Stellen fallen können bereits jetzt viele wichtige Projekte im Bereich Klimaschutz, Schulsanierung oder Hochwasserschutz nicht fristgerecht umgesetzt werden.
Darum haben wir gemeinsam vorgeschlagen, eine erneute Bewerbung, vielleicht auch für eine internationale Gartenbauausstellung, ab 2035 ins Auge zu fassen, weil bis dahin kluge und mit Bürger*innenbeteiligung entwickelte Projekte entstehen können. Die Idee, die Erfurter Seen einzubinden oder die Stauffenbergallee zu begrünen finden bei uns große Zustimmung. Nun gilt es, diese langfristige Perspektive auf den Weg zu bringen. Daher werben wir, auch und gerade bei den anderen demokratischen Fraktionen, um Zustimmung für eine BUGA, die nicht auf Teufel komm raus, sondern mittels dem Gedanken der Nachhaltigkeit verbunden ist.
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