Robeck: Umweltbildung, Gemeinschaftsorte und Urban-Gardening bleiben erhalten und bezahlbar
Mit Entscheidung des Stadtrates über den Doppelhaushalt und einen Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wurde im letzten Stadtrat beschlossen, dass durch das Umweltamt eine Richtlinie erstellt wird, die eine marktentsprechende Pachterhebung für die Erfurter Gemeinschaftsgärten ausschließt. Die Stadtverwaltung hatte im vergangenen Jahr versucht, eine Pacht einzuführen. Der Finanzausschuss hatte dieses Vorhaben zunächst gestoppt. Im Laufe des Jahres soll nun die entsprechende Richtlinie vorliegen.
Dazu erklärt Jasper Robeck, Finanzpolitiker von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Erfurt:
„Mit der Zustimmung des Stadtrates zu unserem Antrag gibt es endlich Gewissheit für die Erfurter Gemeinschaftsgärten, wie der Lagune und der Naturfreunde. Es zahlt sich aus, dass der Finanzausschuss seinerzeit intervenierte und eine Lösung zwischen den Vereinen und Ämtern vermittelte. Mit unseren Förderungen oder Abgaben haben wir als Stadt einen Einfluss darauf, wer städtische Flächen wie nutzen kann und welche Gemeinschaftsräume tatsächlich zur Verfügung stehen. Gemeinschaftsgärten sind weit mehr als private Kleingärtnerei. Sie sind Orte gelebter Nachbarschaft und des umeinander Kümmerns, Lernorte, Tausch- oder Abgabeorte für gerettete oder fair produzierte Lebensmittel und auch Bildungs- und Begegnungsorte für junge wie alte Menschen und Raum für gemeinsames Feiern. Einige Gemeinschaftsgärten sind bewusst auf Altlastenflächen angesiedelt, mit dem Auftrag, diese Flächen wiedernutzbar zu machen. Der Beschluss unseres Antrags ist daher auch als Würdigung des ehrenamtlichen Engagements von Gemeinschaftsgärten zu verstehen. Und wir sind froh, diese auch künftig bezahlbar erhalten zu können und sie nicht mit einer marktentsprechenden Pacht zu belasten.“
V.i.S.d.P.: Astrid Rothe-Beinlich (0361 655 2030)




































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