Robeck: Stadt darf Verantwortung nicht auf Hundehalter*innen abwälzen
Seit Jahren fordern Erfurter Hundehalter*innen eine umzäunte Hunde(auslauf)wiese in Erfurt. Die Hundewiesen in den Erfurter Parks sind allesamt nicht umzäunt. Die Stadtverwaltung begründet dies mit gestalterischen und fördermittelrechtlichen Argumenten. Der zwischenzeitlich von der Stadtverwaltung selber angedachten umzäunten Hundewiese – gegenüber von der alten Zahnklinik – in der Nordhäuser Straße erteilte die Stadtverwaltung hingegen letztes Jahr wieder eine Absage, da die Fläche als Ausgleichsfläche gebraucht werde für wegfallende Parkplätze, wenn die Nordhäuser Straße saniert wird. Auf Antrag von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wird am Donnerstag im Stadtentwicklungsausschuss über den Vorschlag, dort eine temporäre Hundewiese einzurichten, debattiert.
Dazu erklärt Jasper Robeck:
„Die vielen Tausend Erfurter Hundehalter*innen haben den Zick-Zack-Kurs im Rathaus inzwischen satt. Die Wiese in der Nordhäuser Straße ist perfekt geeignet, denn zur Straße und zum Wohngebiet stehen bereits zwei Meter hohe Hecken, quasi eine natürliche Einzäunung. Mit minimalem Aufwand könnte dort noch im laufenden Jahr eine temporäre Hundewiese entstehen. Richtig ist, dass grundsätzlich die Halter*innen dazu verpflichtet sind, für ausreichend Auslauf ihrer Hunde zu sorgen. Dafür dann aber gar kein Angebot zu schaffen, wo sich Hunde ohne Leine kontrolliert austoben können, ist auch angesichts der hohen Erfurter Hundesteuer schwer zu vermitteln und zudem nicht im Sinne eines praktischen Tierschutzgedankens. Mit dem Vorschlag verhindern wir auch, dass in der Erwartung, dass dort irgendwann mal fünf Parkplätze entstehen könnten, die ideale Fläche weitere Jahre brachliegt. Zumindest in der Zwischenzeit könnte diese Fläche für Hunde und Halter*innen unkompliziert zur Verfügung stehen.“
V.i.S.d.P.: Astrid Rothe-Beinlich (0361/6552030)





























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