Dorothea Greim und David Maicher appellieren an Verantwortung aller Stadträte
Am Mittwoch (18.03.2026) stehen im Erfurter Stadtrat Anträge zur Mittelfristigen Bedarfsplanung Kindertageseinrichtungen/Kinderpflege für den Zeitraum 2026 bis 2030 zur Abstimmung. Vorausgegangen sind diesen monatelange intensive Beratungen im Jugendhilfeausschuss und dem dazugehörigen Unterausschuss Kita. Aufbauend darauf gibt es nun auch einen gemeinsam von SPD, Linke uns getragenen Antrag.
„Uns allen sind die zurückgehenden Geburtenraten bewusst. Wir wissen aber auch um die besonderen Belastungen, die unsere Fachkräfte in den Kindergärten und in der Kindertagespflege tragen. Und wir meinen, gerade jetzt braucht es mehr Luft im System, um auch auf die spezifischen Bedarfe der Kinder adäquat eingehen und sie bestmöglich fördern zu können. Hinzu kommen anstehende Änderungen beim Bürgergeld, die zur Folge haben werden, dass sehr viel mehr Eltern für ihre Jüngsten Plätze in Anspruch nehmen müssen.
Im Moment liegt die Betreuungsquote bei gerade mal 75 Prozent, obwohl die Stadt selbst die Zielmarke 90 Prozent bei den U3 Kindern definiert hatte. Fragt man Eltern, wird zudem deutlich, dass sie sich weit mehr Angebot und Wahlfreiheit wünschen“, berichtet Dorothea Greim, die die Fraktion im Jugendhilfeausschuss vertritt und vehement für die Unterstützung des Antrags aus dem Fachausschuss wirbt. Dieser sieht vor, die Bedarfsplanung nicht allein auf Geburtenraten auszurichten, sondern Maßnahmen zur Sicherung und Weiterentwicklung einer qualitativ hochwertigen frühkindlichen Bildung zu ergreifen, wozu auch ein Moratorium und die Beachtung des Berichts Kindergesundheit gehört.
Nun ist es am Stadtrat, darüber zu entscheiden.
„Für uns ist zentral, dass es Kindern, Eltern und Fachkräften in Erfurt gut geht und sie nicht um ihre Zukunft bangen müssen. Wir sind es Eltern und Fachkräften gleichermaßen schuldig, das Angebot und die Wahlfreiheit hoch zu halten. Unser Schwerpunkt liegt auf Qualität – und dafür braucht es mehr und nicht weniger Zeit, Raum und Verlässlichkeit“, betont Stadtrat David Maicher und appelliert an alle anderen Stadträtinnen und Stadträte, der Intention aus dem Fachausschuss zu folgen.
„Wir wollen morgen einen breit getragenen Beschluss erreichen, der sich an den Bedarfen von Kindern, Eltern und Fachkräften orientiert. Ein Gegeneinanderausspielen von freien und kommunalen Trägern oder ganz anderen handlungsleitenden Interessen darf es an dieser Stelle nicht geben. Wir haben noch die großartige Demonstration der Eltern, Kinder und Fachkräfte vom letzten Montag vorm Rathaus im Hinterkopf. Und auch wenn frühkindliche Bildung Geld kostet sagen wir ganz deutlich: Jeder Euro, der hier investiert wird, rechnet sich in der Zukunft vielfach“, so Maicher abschließend.
V.i.S.d.P.: Astrid Rothe-Beinlich (0361 655 2030)

























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