David Maicher: „Theatertransformationsprozess darf nicht auf der Strecke bleiben“
In einem beispielgebenden Prozess ist die Theatertransformation in Erfurt mit einer breiten, öffentlichen Beteiligung diskutiert und Schwerpunkte für die zukünftige strukturelle und künstlerische Ausrichtung erarbeitet worden. Die wichtigsten Punkte sind in einem Strategiepapier festgehalten.
Dazu erklärt David Maicher von der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:
„Seit 2022 wurde in Workshops und Diskussionsrunden an einer Neuausrichtung des Theaters Erfurt gearbeitet. Gemeinsam mit den Erfurter*innen, Kulturakteuer*innen der Stadt und den Mitarbeiter*innen des Theaters, der Verwaltung und den politischen Vertreter*innen wurden wegweisende Ideen zur Spartenvielfaltentwickelt, zur Neuorganisation der Leitungsstrukturen und Konzepte für kulturelle Bildung entwickelt, sowie die Öffnung zur Stadtgesellschaft. Dafür haben wir uns viel Zeit genommen, die es für solche Prozesse auch braucht. Die Zeitschiene wurde deshalb auch immer wieder angepasst.
Doch nun stagniert dieser Prozess seit Monaten und die Zeit sitzt uns im Nacken. Inzwischen sind wir viel zu spät dran. Wir fordern den Oberbürgermeister deshalb auf, die Ergebnisse dieses Prozesses vorzulegen, damit sie in den Ausschüssen diskutiert werden können, eine Entscheidung getroffen wird und mit der Umsetzung begonnen werden kann. An dieser Entscheidung hängt letztlich die Ausschreibung für eine neue Theaterleitung, die nicht mehr länger auf die Bank geschoben werden kann.“
„Auch wenn wir Verständnis für eine Einarbeitungszeit des neuen Dezernenten haben, gehen wir davon aus, dass es eine gute Arbeitsstruktur in der Kulturdirektion gibt und die Weiterarbeit am Grundkonzept hoffentlich nicht zum Erliegen gekommen ist. Wenn der Theatertransformationsprozess auf der Strecke bleibt, haben wir nicht nur das Vertrauen der vielen Beteiligten verspielt, die sich mit ihrer Expertise und Engagement am Prozess beteiligt haben, sondern auch eine große Chance für einen zukunftsweisenden Weg für das Theater Erfurt vertan“ ergänzt Ramona Wuttig, kulturpolitische Sprecherin der Fraktion.
V.i.S.d.P.: Tely Büchner (0361 655 2030)




































Kommentar verfassen
Verwandte Artikel
Foto: privat
Schulsozialarbeit ist heute wichtiger denn je – Land handelt fahrlässig
David Maicher: Verlässlichkeit ist das A und O – der KJFP gilt bis 2027 Das Land Thüringen hat seine Richtlinie zur Förderung der Schulsozialarbeit rückwirkend zum 1.Januar 2026 geändert. Die…
Weiterlesen »
Designed by Freepik
Grüne fordern Förderprogramm Sprache und Integration in Landeshauptstadt Erfurt
Robeck: Mindestens 400 Personen pro Jahr verlieren Kurszugang in Erfurt Anfang des Jahres ist bekannt geworden, dass das CSU-Bundesminister Dobrindt unterstellte BAMF die Mittel für freiwillige Integrationskurse massiv einschränkt. Zuvor…
Weiterlesen »
Copyright: Marcel Krummrich
Grüne Erfurt begrüßen Fortführung des Projektes Nachteulen
Robeck: Stadtverwaltung verspielt Chance, zur konzeptionellen Idee zurückzukehren Zum abgeschlossen Vergabeverfahren in Sachen Erfurter Nachteulen für das Jahr 2026 erklärt Jasper Robeck, Sprecher für Nachtkultur von Bündnis 90/Die Grünen: „Wir…
Weiterlesen »