Jasper Robeck: Andere Kommunen machen es längst erfolgreich vor
Der Welttag der Partnerstädte wird jährlich am letzten Sonntag im April begangen und fällt somit dieses Mal auf den 26.04.26. Viele Kommunen nutzen den Tag, um auf ihre Partnerschaften hinzuweisen.
Dass Erfurt 11 Partnerstädte hat, wissen nur wenige. Deshalb ist es der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ein wichtiges Anliegen, der Bevölkerung Erfurts Partnerstädte und ihre Besonderheiten sowie deren Kultur näherzubringen.
„Was bringen schließlich Partnerschaften auf dem Papier, wenn man sonst fast nichts voneinander weiß?“, fragt Jasper Robeck, grüner Stadtrat und hat sich deshalb mal umgeschaut, wie andere Städte ihre Städtepartnerschaften erfahrbar machen.
„Weimar veranstaltet seit 30 Jahren Bürgerreisen mit jeweils 100 Teilnehmenden. Gestoßen sind wir bei unseren Recherchen aber auch auf den Weihnachtsmarkt der Partnerstädte, wie er in Nürnberg, Forchheim, Ingolstadt oder Darmstadt beispielhaft veranstaltet wird. Das scheint uns ein geeignetes Format, um unseren Partnerstädten die Möglichkeit zu geben, sich in Erfurt den Menschen hier zu präsentieren“, fährt Robeck fort.
„Und es muss ja auch nicht der Weihnachtsmarkt sein. Es könnten ja auch andere Feste, Märkte oder kulturelle Veranstaltungen genutzt werden, um unseren Partnerschaften hier quasi eine Bühne zu geben. Deshalb haben wir einen entsprechenden Antrag eingebracht, der in der Stadtratssitzung im Mai zur Entscheidung steht.“
Leider zeigt sich die Stadtverwaltung wenig offen für derartige Vorschläge und verweist auf fehlende Ressourcen. Sie will bisher nicht einmal prüfen, wie anderen Städten derartige Formate gelingen. „Das finden wir sehr bedauerlich“, stellt Robeck klar. „Wir geben uns jedenfalls nicht mit der Partnerschafts-Rosette vor dem Eingang des Rathauses zufrieden. Partnerschaften sind nur dann lebendig, wenn sie auch erfahrbar und von einem echten Austausch leben“, ist Robeck überzeugt und verweist auf den Freundeskreis Kati, der 2009 nach einer Delegationsreise von engagierten Erfurterinnen und Erfurtern gegründet wurde und seither mit konkreten Projekten vor Ort in Mali Menschen unterstützt und damit auch die Städtepartnerschaft über offizielle Kontakte hinaus vertieft und am Leben hält.
„Auf genau solche lebendigen Zusammenschlüsse hoffen wir, wenn auch die anderen Partnerstädte den Erfurterinnen und Erfurtern quasi näherkommen und sie neugierig auf Austausch machen“, schließt Robeck.
V.i.S.d.P.: Astrid Rothe-Beinlich (0361 655 2030)


























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