Am gestrigen Donnerstag, den 4. Mai, fand im grünen Büro in der Michaelisstraße die Podiumsdiskussion zu Antiziganismus in Thüringen im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Gold statt Braun“ statt. Daran nahmen neben der Ministerin und Thüringer Beauftragten gegen Antiziganismus und für das Leben von Sinti und Roma Doreen Denstädt, der Europaabgeordnete Romeo Franz, Dr. Mehmet Daimagüler, Beauftragter gegen Antiziganismus und für das Leben von Sinti und Roma der Bundesregierung und Jens Hellmann von Romnokher e.V. teil. In der zweistündigen Veranstaltung diskutierten die Teilnehmer*innen über das Leben von Sinti*zze und Rom*nja in Deutschland, die Aufarbeitung der Verfolgung in der NS-Zeit und die zweite Diskriminierungswelle, Diskriminierungserfahrungen in Ostdeutschland und die aktuellen Herausforderungen von Diskriminierung auf dem Amt, auf der Straße oder bei der Wohnungssuche.
Vor diesem Hintergrund zieht Jasper Robeck, Sprecher des Erfurter Kreisverbandes von Bündnis 90/Die Grünen, ein Fazit: „Die Diskussion über die Lebensrealitäten, Diskriminierungserfahrungen und verschleppte Aufarbeitung der NS-Verfolgung in Thüringen ist bitter notwendig. Auch in Erfurt erleben Sinti*zze und Rom*nja Diskriminierung, beispielsweise bei dem Zugang zu Wohnraum. Daher war die Veranstaltung ein wichtiger Aufschlag, um Sichtbarkeit für diese Herausforderungen herzustellen. Wir werden Kommunalpolitik und Stadtgesellschaft stärker in die Pflicht nehmen, diese Themen zu adressieren!“
Doreen Denstädt, Ministerin und Thüringer Antiziganismusbeauftragte, erklärt: „Der Austausch bestärkt uns einmal mehr darin, die Zusammenarbeit mit den in Thüringen aktiven Organisationen der Sinti*zze und Rom*nja zu intensivieren. Es muss uns gelingen, die Thematik in den Schulen und auch in der Ausbildung für die Verwaltung stärker zu verankern. Außerdem wollen wir auch in Thüringen eine Meldestelle für Antiziganismus etablieren. Die Schaffung einer ständigen Bund-Länder-Kommission unterstützen wir sehr. Gerade auf Länderebene können und müssen wir viel gegen die Diskriminierung und für die Teilhabe der Sinti*zze und Rom*nja tun. Eine Bund-Länder-Kommission kann hier vieles vorantreiben.“





























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