Laura Wahl: „Behinderung der Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten
vollkommen inakzeptabel“
Laura Wahl, Stadträtin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN erklärt zu den
öffentlich gewordenen Vorgängen aufgrund von Vorwürfen sexueller Übergriffe
am Theater Erfurt:
„Der Gleichstellungsbeauftragten Mary-Ellen Witzmann der Stadt Erfurt danken wir ausdrücklich, dass sie die Vorwürfe sexueller Übergriffe, die an sie herangetragen worden sind, ernst nimmt und entsprechend verfolgt. Viel zuhäufig erleben Frauen nach wie vor das Gegenteil, wenn sie sich gegen sexualisierte Übergriffe wehren. Wir erwarten, dass die Vorwürfe von
sexuellen Übergriffen vollumfänglich aufgeklärt werden. Witzmann muss hierfür einen unabhängigen Anwalt hinzuziehen dürfen, um die Vorfälle qualifiziert untersuchen zu können. Es ist Aufgabe der Verwaltungsspitze, dies zu unterstützen anstatt zu behindern.
Machtmissbrauch in Kultur- oder Wissenschaftseinrichtungen ist ein grundlegendes Problem, daher müssen wirperspektivisch auch über Schutzkonzepte am Theater Erfurt reden.
Wenn die im Zeitungsartikel geäußerten Vorwürfe stimmen, dass sich die Gleichstellungsbeauftragte aber von Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) massiv in ihrer Arbeit behindert‘ sieht, wäre das vollkommen inakzeptabel. Selbstverständlich hat die Gleichstellungsbeauftragte das Recht – unter Wahrung von Persönlichkeitsrechten – transparent darüber zu
berichten, dass ihr sechs sexuelle Übergriffe angezeigt worden sind. Dem Oberbürgermeister scheint die Verheimlichung der Vorfälle vor der Öffentlichkeit wichtiger als die Aufklärung der Vorfälle selbst. Er ist aufgefordert, dazu schleunigst Stellung zu nehmen und darzulegen, wie er als Verwaltungsoberhaupt die Aufklärung der Vorfälle unterstützt.“
V.i.S.d.P.: Tely Büchner (0361 655 2030)
























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