Robeck und Flamma: Oberbürgermeister kann jederzeit ausschreiben!
Vor zwei Wochen wurde bekannt, dass der Oberbürgermeister die Einstellung einer im Nachtragshaushalt 2025 beschlossenen Nachtkulturbeauftragten gestoppt hat. In der gestrigen Stadtratssitzung hat der Stadtrat eine überplanmäßige Mittelbereitstellung für das laufende Jahr von 20T Euro beschlossen sowie 75 T für nächstes Jahr reserviert.
Dazu erklärt Jasper Robeck, Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN für Finanzen und Nachtkultur:
„Der Stadtrat hat entschieden, dass es die Stelle noch dieses Jahr geben soll. Wir haben die Finanzierung sichergestellt. Jetzt liegt der Ball wieder beim Oberbürgermeister. Die Stelle ist wichtig, um Nachtkultur ganzheitlich zu entwickeln. Zwar ist Nachtkultur eine freiwillige Leistung, allerdings eine mit ausreichend volkswirtschaftlichen Nutzen. Wer junge Menschen in der Stadt halten möchte, braucht eine vielfältige Nachtkultur. Wir erwarten eine Besetzung noch dieses Jahr.“
Weiter erklärt Jake Flamma, kulturpolitischer Sprecher der LINKEN:
„Vergangene Woche bei der Mitteldeutschen Nachtkulturkonferenz war Erfurt die einzige teilnehmende Kommune ohne eine solche Stelle. Auch Jena hat in diesem Jahr einen Nachtkulturbeauftragten eingeführt. Wenn Erfurt in dieser Liga mitspielen möchte, dann müssen wir nachlegen. Ohnehin ist die Stelle als unstrittige Maßnahme aus einem Beteiligungsprozess mit Kulturschaffenden, Anwohner*innen und Verwaltung hervorgegangen. Die Szene erwartet, endlich eine richtige Ansprechstelle in der Verwaltung zu haben.“
„Mit einer Nachtkulturbeauftragten können wir eine ‚Zukunftsstrategie Nachtleben‘ entwickeln. Eine Strategie, die klar macht, Nachtkultur bedeutet weit mehr als soziale Werte und kulturelle Vielfalt. Sie hat einen wirtschaftlichen Wert: von den Clubs selbst, über Lieferketten bis zu Gastronomie, Einzelhandel, Tourismus und Übernachtungen“, so Robeck und Flamma anschließend.
V.i.S.d.P.: Tely Büchner (0361 655 2030)


























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